>>> Show All    >>> Tomas Sauter "Double Life"    >>> Tomas Sauter/Daniel Schl├Ąppi/Jorge Rossy    >>> Tomas Sauter Tranceactivity    >>> Tomas Sauter/Daniel Schl├Ąppi     >>> Tomas Sauter Magic Carpet   

Tomas Sauter Magic Carpet

The new CD,"Magic Carpet", by Tomas Sauter and his quartet is truly beautiful.
Great compositions, and playing throughout! Contemporary, sensitive, and intense music;
a real group! I hope you enjoy it, as much as i have.
John Abercrombie/New York


Raumbildende Kompositionen. Der Bieler Gitarrist Tomas Sauter präsentiert in Bern ein jazzmusikalisches Bijou.Es gibt Alben, die eine solche Vorfreude wecken, dass darob jegliche kritische Distanznahme infrage gestellt wird. Genau dies geschieht im Fall der CD «Magic Carpet», die der Bieler Gitarrist Tomas Sauter auf dem Label Catwalk im Eigenverlag vorlegt.
Wenn dieser letzte Umstand eigens erwähnt wird, so deshalb, weil das Label «Selbst produziert» zu Misstrauen Anlass geben könnte. Nicht aber hier: Catwalk ist zu einem Qualitätsgaranten geworden, und zwar in Sachen Design, Klangqualität – nicht umsonst vermeint man, auf dem titelgebenden Teppich mitzufliegen – und natürlich Musik. Daher die eingangs angesprochene Vorfreude, die auch diesmal nicht enttäuscht wird, zumal Sauter mit dem Tenoristen und vermehrt auch Klarinettisten Domenic Landolf, dem Bassisten Patrice Moret und dem Schlagzeuger Samuel Rohrer eine Crew zusammengestellt hat, die hält, was sie verspricht.

Spiritus Rector der Band ist aber unbestritten Sauter, von dem sämtliche Kompositionen stammen. Und die haben es in sich: skizzenhaft anmutende Entwürfe, die einerseits den von der Band einzuschlagenden Weg vorgeben, andererseits jedoch so flexibel sind, dass sich ein meisterlicher Improvisator, wie es Landolf einer ist, darin verwirklichen kann. In der Regel heisst es, dass Kompositionen «Freiräume lassen» – Sauters Stücke schaffen solche. Anders ausgedrückt: Der Leader bringt das Kunststück fertig, das Beste aus seinen Partnern herauszuholen, was in dieser Art nur einem gelingen kann, der selbst ein geborener Stegreifspieler ist.
Intime Klangpoeme Das Ergebnis sind eine Reihe von intimen, rhythmisch fallweise aber durchaus animierten
Klangpoemen, die sich melodisch nach und nach entfalten und somit beinahe zögerlich mit ihren Reizen umgehen. Das heisst auch, dass die musikalischen Mittel ausgesprochen ökonomisch eingesetzt werden, was aber mitnichten auf Kosten des Ausdrucks geschieht; vielmehr ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag optimiert. Die einzelnen Tunes wirken äusserst transparent, was selbstverständlich nicht nur, aber doch auch der exzellenten Tonqualität zugute zu halten ist: Je leiser die Töne, desto mächtiger der Sound.
Georg Modestin, Der Bund / CH, 05.08

Meister der Klangfarben. Der Schweizer Gitarrist Tomas Sauter ist ein Meister der Klangfarbenspiele. Eine Vorliebe für Unisono-Passagen mit dem sensiblen Saxophonisten Domenic Landolf prägen die Kompositionen ebenso wie die Verfremdungen durch den sparsamen Einsatz der Elektronik auf der E-Gitarre. Melodiöse, aber akzentuierte, schneidende Single-Note-Linien wirken auch dann luftig, wenn sie sich in rasend schnellen Läufen verdichten und mit Akkordeinwürfen versetzt werden. Im Einsatz verlängerter Notenwerte und überraschender Harmonievariationen gleicht er seinem offensichtlichen Lehrmeister John Abercrombie.
Beim „Jazzcafé“ im „Rind“ präsentierte der Gitarrist mit seinem Quartett jene zwischen Bebop und modernem Swing angesiedelten Eigenkompositionen, die besonders dann impressionistisch wirken, wenn Landolf sein Tenorsaxophon gegen die warm und sanft klingende Klarinette tauscht.
Eine kammermusikalische Preziose genießen die Zuhörer im gut gefüllten Jazzcafé beim akustischen Duo-Stück „Piuki“, mit dem der Komponist seine Erinnerungen an ein kroatisches Dorf im melodischen Führungswechsel mit dem Bassisten Daniel Schläppi in Klangimpressionen umsetzt. Ebenso assoziativ gestaltet Sauter mit der akustischen Gitarre „First day in spring“. Schwebende Sounds auf der Gitarren und gedehnte Akkorde auf dem Tenorsaxophon, einander umspielende Linien der beiden Instrumente sowie ein gestrichener Bass und ein flexibles, teilweise im Metrum wechselndes Spiel des Schlagzeugers David Meier kennzeichnen „Magic Carpet“, das Titelstück der neuen CD des Gitarristen. In seinen oftmals leicht rauen, eruptiven Soli mit Stakkati, meist aber in locker verteilten Akkordfolgen ist Landolf ein adäquater Partner für Sauter, der selbst seine virtuosen Schnellläufe auf der Gitarre nicht zum Selbstzweck werden lässt. Selbst das mit Schlagzeug und Bass nervös pulsierende „Fragment“ mit seinen hart angerissenen Akkordfolgen auf der Gitarre und dem überblasenen Saxophon klingt wie die meisten Kompositionen mit schwebenden Sounds aus. Ein Genuss für Klangästheten.
Konzertkritik Jazzfabrik, Rüsselsheim, Klaus Mümpfer / D, 24.11.09

Der Bieler Gitarrist Tomas Sauter hat mit «Magic Carpet» ein intimes und sehr vielfältiges Album geschaffen. Heute Abend ist Plattentaufe im Nidauer Kreuz. Der erste Tag im Frühling ist der schönste. Vielleicht liegt noch etwas Schnee, doch die Blumen recken ihre Köpfe der wärmenden Sonne entgegen, alles erwacht, streckt sich, es herrscht vielleicht noch etwas Ungewissheit, aber auch Vorfreude, es ist nicht mehr Winter, aber auch noch nicht Sommer.
Die tönende Interpretation eines solchen Tages findet sich auf dem selbstbetitelten Debütalbum von Tomas Sauters Formation Magic Carpet - minus der Kitschkomponente, die bei einer kurzen Beschreibung eines solchen «First Day In Spring» unweigerlich auftaucht. Das Zwischenhafte aber, das etwas Unbestimmte, das gilt auch für das Stück, und nicht nur für dieses auf dem überaus vielseitigen Album. «Jazz» als der Raum, in dem diese Musik verortet werden soll, mag natürlich gelten, welche Schublade in welcher Kommode in Frage kommt, ist dagegen deutlich weniger klar. Aber so ist das eben beim Bieler Gitarristen Tomas Sauter - es sei ihm auch schon passiert, erzählt er lachend die Anekdote, dass ihm ein renommierter deutscher Jazzkritiker nach einem Konzert vorgehalten habe, dies sei doch zeitgenössische klassische Musik, die er da spiele.

Sensibles Verständnis «New Textures in Jazz» nennt Sauter selber den Stil, den er im Quartett mit dem Namen Magic Carpet pflegt. «Der Begriff Textur bedeutet Aufbau, Gewebe und Faserung. Er trifft auf die musikalischen Begebenheiten zu. Ich experimentiere in den neuen Kompositionen stark mit musikalischen Bildern», sagt Sauter. Sämtliche Kompositionen auf dem Album stammen von ihm. Er erweist sich wiederum als begnadeter Schreiber, und die hochkarätigen Mitmusiker leisten das Ihre zum Gelingen. «Wir haben ein ähnliches Verständnis von Musik», sagt Sauter. Seine Kompositionen setzen die Grundstimmung, das «thematische Material», wie er es nennt, dieses dient als Ausgangslage der Improvisationen. «Es sind sehr sensible Mitspieler», so der Gitarrist, «sie hören, was passiert, und können entsprechend reagieren.»
Kein «L’art pour l’art» Die Qualität aller vier Musiker ist unbestritten. Zum musikalischen Gewinn wird diese aber, wenn sie nicht zur blossen Selbstdarstellung genutzt wird, sondern zur Kreation einer eigenen Klangsprache der Band. Im Pop/Rock-Bereich würde man sagen, die Musiker agierten «songdienlich», für Magic Carpet gilt, dass Technik und Virtuosität nicht um ihrer selbst willen hervorgehoben werden: «Wir müssen sie nicht in jedem Stück zur Schau stellen», so Sauter.
So darf das Album ohne falsche Scheu auch als «schön» bezeichnet werden, auch wenn durchaus ungerade Metren und Dissonanzen zum Zug kommen. Sauter, in den letzten Jahren vor allem als sensibler Duo-Musiker auffiel, sagt dazu: «Es geht mir nicht um Schönheit oder Wohlklang als solches. Wichtig ist mir aber, eine Ordnung in die Arrangements zu bringen - darum werden auch dissonante, einander fremde Elemente als ästhetisch schöne Musik wahrgenommen.»
Einen guten Anteil am «schönen» Gesamtresultat hat der Norweger Jan Erik Kongshaug, der schon dem Duoalbum «Indian Summer» den idealen Klang verpasste und den Sauter auch dieses Mal extra in Oslo aufsuchte: «Die meisten Tontechniker wissen, was passiert, wenn sie an diesem oder jenem Knopf drehen. Kongshaug hat zusätzlich eine musikalische Vorstellung einer Produktion.»
Wie der Architekt eines Kunstmuseums schafft Kongshaug den Raum, in dem das Kunstwerk - die Musik - ideal zur Geltung kommen kann. Es ist ein Raum mit viel Platz, so dass die Stimmen sich darin bewegen und interagieren können, so dass das Klangbild auch in den stürmischeren Passagen stets klar bleibt.
Poesie und Wildheit finden bei Sauter eine gemeinsame Form. So macht nicht nur der erste Frühlingstag Spass.
Bieler Tagblatt / CH, 05.08


Kulturkopf Tomas Sauter, Gitarrist „Auf dem Album ‚Magic Carpet’ meines Jazz-Quartetts lebt die Musik von Bildern. Die Stücke betören mit unaufdringlicher Raffinesse, sind abgerundet, formvollendet und machen vergessen, dass sie formal, metrisch und harmonisch höchste Anforderungen stellen. Der Titel der CD spielt einerseits auf die Märchenwelt von 1001 Nacht an, und andererseits aber auch auf die Musik, die wie ein fliegender Teppich abhebt, einen auf eine spannende Reise mitnimmt, um andernorts wieder sicher zu landen. Wir verweben Komposition und Improvisation auf subtile Art und Weise und schaffen so intensive Musik ohne Floskeln und Effekthascherei. Das Repertoire reicht von fragmentartigen Stücken, über Contemporary Jazz, bis zu dichten Kollektivimprovisationen, die auch mal rockig und wild werden.
An der Plattentaufe bei Bejazz werden Domenic Landolf (Sax), Daniel Schläppi (Bass) und Julian Sartorius (Schlagzeug) mit mir auf der Bühne stehen. Mit Daniel Schläppi habe ich in den letzten Jahren viel im Duo mit dem Programm „Indian Summer“ gespielt.. Wir haben ein ähnliches Verständnis von Musik und arbeiten auch in anderen Bereichen gut zusammen. Er ist ein sensibler Musiker, der sich sehr engagiert und die Musik mitgestaltet. Julian Sartorius ist ein agiler Schlagzeuger mit grosser Klangpalette und wachen Sensoren. Der Saxophonist Domenic Landolf ist für mich einer der herausragenden Improvisatoren der Schweizer Jazzszene überhaupt. Es macht mir jedes Mal grosse Freude mit diesen tollen Musikern zu spielen.
Neben dem Quartett trete ich auch im Duo mit Daniel Schläppi auf. Da verwende ich eine klassische Gitarre, eine Westerngitarre und eine eigens modifizierte Baritongitarre. Das Spiel im Duo ist vergleichbar mit einem Hochseilakt. Die Musik hört sich kinderleicht an, erfordert jedoch höchste Konzentration und bestes Reaktionsvermögen, um nicht aus dem Gleichgewicht geraten und abstürzen. Vor kurzem habe ich das Trio „Tranceactivity“ meine älteste Formation, die lange auf Eis gelegt war reaktiviert. Wir spielen eine von zeitgenössischen Trends und der Jazztradition beeinflusste, vielschichtige Gitarrentriomusik, die mit ausgetüftelten Klangflächen, progressiven Harmonien und verschlungenen Melodien aufwartet.

Neben meinen künstlerischen Projekten arbeite ich als Dozent für Jazzgitarre an der Hochschule der Künste in Bern. Die Arbeit mit den Studenten ist sehr interessant, weil es einen regen Ideenaustausch gibt und man als Lehrperson entsprechend gefordert ist, selber am Ball zu bleiben.
Kulturagenda / CH, 05.08


«Magic Carpet» präsentiert ein sehr interessantes Porträt eines Komponisten und Musikers, der es liebt musikalische Grenzen auszuloten. Das Album begeistert schon beim ersten Anhören und vermag bei jedem weiteren Mal neue Facetten zu enthüllen. Sauter ist ein grossartiger Komponist, der mit einer ständig grösser werdenden musikalischen und emotionalen Palette viel zu sagen hat.
All About Jazz / US, 19.08.07


Lodernd
Aus der lebhaft loderndenden Schweizer Jazz-Szene kommt diese CD des Bieler Gitarristen Tomas Sauter zu uns, die so gar nicht nach dem klingt, was man mit der Schweiz verbinden mag. Hier fliegen einem die hippesten Rhythmen um die Ohren, und die Melodien sausen mindestens im Viereck. [...] Dass Ton-Altmeister Jan Erik Kongshaug die Schweizer Aufnahmen in seinem Osloer Studio mit einer neuen Mischung versehen hat, trägt wohl auch dazu bei, dass wir hier eine CD hören können, die aus der Masse heraussticht.
Fono Forum / D, 10.07


Als zweite Veröffentlichung des Schweizer Gitarrenspielers möchten wir «Magic Carpet» vorstellen, eine CD, die Sauter in Quartettbesetzung mit Domenic Landolf (Tenor Saxophon, Klarinetten), Patrice Moret (Kontrabass) und Samuel Rohrer (Schlagzeug) aufgenommen hat. Die Reise auf dem fliegenden Teppich geht natürlich ins Land des modernen Jazz, offen und interaktiv gespielt, mit vielen spielerischen und kompositorischen Überraschungen. Das bodenständige Spiel von Patrice Moret bewahrt den magischen Teppich stets vor davor, bei dieser fragilen Reise abzustürzen. Eine Interessante Palette mit vielen Ecken und Kanten, die auch in klanglicher Hinsicht – sie wurde von Jan Erik Kongshaug gemischt – voll überzeugt.
Bassprofessor/ D, 10-12.07


Der Schweizer Gitarrist Tomas Sauter scheint vom Orient fasziniert zu sein. Auf «Magic Carpet», der Debüt-CD seines neuen Quartetts, legen neben dem Titelstück auch «Aladdin’s Wonderlamp» und «Sinbad Sets Sail» eindeutige Fährten in Richtung Osten, die allerdings in die Irre führen, denn in der Musik finden sich keine entsprechenden Einflüsse. Sie bewegt sich zwischen zwischen modernem Jazz und versonnener Klangmalerei. Wer mag, kann im Sound der E-Gitarre Anklänge an John Scofield finden (allerdings mit weniger eingängigen melodischen Themen), kann sich aber auch bei einigen der Rubato-Stücke an die Paul Motian Band erinnert fühlen, woran der einfallsreiche Schlagzeuger Samuel Rohrer grossen Anteil hat. Mit Domenic Landolf an Saxofon und Klarinette hat Sauter einen ebenbürtigen Partner an seiner Seite. Das Zusammenspiel der beiden, bei dem sich die Stimmen aus dem Unisono heraus entwickeln, miteinander verschränken, die Soli des jeweils anderen kommentieren, mal unterstützens, mal ins Wort fallend, ist abwechslungsreich und hörenswert. Mit seinen 33 Jahren ist Tomas Sauter ein reifer Komponist und Bandleader, der vermutlich noch einiges vor sich hat. Es dürfte sich lohnen, den ehemligen Schüler von John Abercrombie, der mittlerweile selbst eine Gitarren-professur in Bern innehat, und sein gemeinsam mit dem Bassisten Daniel Schläppi gegründetes Catwalk-Label im Auge zu behalten. Und dies gilt nicht nur für Gitarristen. 
Jazzthetik / D, 10.07


„Magic Carpet“ ist eine exotische Mischung aus zeitgenössischem Modern Jazz, jeder Menge kontemplativer Momente und einer ordentlichen Portion frecher Energie.
Jazzthetik / D, 01.08


Mit dem jungen Gitarristen Tomas Sauter und dem Saxofonisten/Klarinettisten Domenic Landolf haben zwei Musiker aus der Schweiz in wundervoll harmonischer Gemeinsamkeit zueinander gefunden. Dazu flechten der Bassist Patrice Moret und Schlagzeuger Samuel Rohrer eine Menge rhythmischer und melodischer Finessen ins gemeinsame Spiel. Wüsste man nicht, dass alle hier erst in ihren Dreissigern sind, würde man ältere, in den Zeiten des modalen Jazz der 60er Jahre gereifte Tonkünstler hinter dieser wunderbaren Musik vermuten.
Stereo / D, 11.07


Der Hörer erliegt unmittelbar der Romantik der geheimnisumwobenen Kompositionen von Tomas Sauter. „Magic Carpet“ – das ist Wunderwerk, Abenteuer und Wohlklang in Reinkultur !
Radio Dreyeckland / D, 4.11.07


This young Swiss guitarist’s quartet creates an ethereal soundscape not dissimilar to the Motian-Lovano-Frisell trio, perhaps a little more rugged, but it all gels very effectively.
Jazzwise / GB, 03.08
Lyrische Klangbilder, die Zeit steht fast still, von Grooves keine Spur, dann und wann ein Aufleuchten: Ein gewagter Beginn für eine Jazz-CD im Zeitalter der Schnellzapper. Auf dem «Magic Carpet» von Tomas Sauter lässt es sich nicht herumflitzen, da muss man sich schon niederlassen und sich von den zwölf Kompositionen mittragen lassen. Der Bieler Gitarrist (33) ist ist auf dieser CD mit seinem Quartett endgültig beim akustisch-lyrischen Jazz angekommen, wo die Klangkultur gepflegt, die Harmonien gehegt und die feinen Nuancen ausgelotet werden. Sauters Gitarre klingt manchmal nach Abercrombie manchmal nach einem eigenen jazz-folkigen Sound, gerade auf dem akustischen Instrument. Er spielt behutsam, dosiert die Schübe, legt Wert auf nachvollziehbare Entwicklungen. Landolf spielt einen guten Tenor, so forsch wie relaxed grundiert er seine Linien, während auf der Klarinette eine eher Europäische Note anklingt. Tadellos diskret die Rhythmus-Sektion mit Moret und Rohrer. «Magic Carpet» macht nicht mit scharfen Kanten und Formen Furore, diesen Jazz muss man sich wie balsam in die Ohren träuffeln lassen. Eine Wohlklang-Musik, die vieles ausspart und Ruhe ausstrahlt.
Jazz’N’More / CH, 09.07


In sich verschlungene Themen, spannungsgeladene, emotionale Soli, mit federndem Beat unterlegt - anspruchsvoller Contemporary-Jazz der besten Art!
jazz-links.org/ CH, 07.07


Mit «Magic Carpet» knüpft Tomas Sauter einen Zauberteppich der Extraklasse und die Band fliegt, von freien Klanglandschaften über groovige, atonale Gebilde bis zu hitverdächtigen Songs. It‘s magic!
Schweizer Radio DRS 2


Guitarist Tomas Sauter, whose last release was the wonderful duo recording Indian Summer (Catwalk, 2006) with bassist Daniel Schlaeppi, now gives us a quite different sound and vision with Magic Carpet. As before, the sound is superb, having been recorded by Daniel Dettwiler and mixed and mastered by Jan Erik Kongshaug (of ECM fame).
For these compositions, Sauter has assembled a quartet consisting of reedman Domenic Landolf, bassist Patrice Moret and drummer Samuel Rohrer. Given the extra supporting resources, Sauter stretches out and plays electric as well as acoustic guitar on compositions that range from contemplative and introverted through sonic sound painting and into driving jamming.
While Indian Summer had a distinct emotional point of view, Magic Carpet varies considerably in the direction from which the intensity comes, as well as the kinds of images and emotions that are created. Given an album title that evokes ideas of mysterious powers, far away places and the exotic, tunes such as “Shift,” “Aladdin's Wonderlamp,” “Sinbad Sets Sail” and “Fragment,” as well as the title tune, fit right into the vibe.
Each tune creates distinct imagery and takes its time in setting up the sonic stage. “Shift,” which is played without a strong pulse and with shimmering harmony underneath Landolf's dry saxophone sound, has the feeling of being entirely an introduction, despite the thematic recapitulation. The exploration of this sound-space is continued with “Magic Carpet.” The thematic materials sound distantly related to the former tune, but with a bit of the sinister, or at least the unknown added in.
”Sinbad Sets Sail,” with its bass introduction that sets up the tune's feel, also has mystery and danger as its central emotion, while “Fragment,” on which Landolf uses the bass clarinet and is joined by Moret in unison, floats in dark empty space, with flashes of light injected by Sauter's acoustic finger-picking.
Interspersed between these tunes are “Yawney's Lines,” which evokes nothing but John Abercrombie in its twisted bebop-ish lines and the wicked groove that follows, and “Out Of Town,” that pits the different meters of its bass vamp and line against each other, after which Landolf really takes off.
The tenderness and sensitivity that marked Indian Summer has not been forgotten by Sauter. The last three tracks of the album, as well as “First Day In Spring,” bring to mind images that are more pastel and warmer. “117” feels like a bridge between the large, dark distances from before and the closer intimacy that follows.
The melody of “With Love In Veins” sounds related to “Shift” and “Magic Carpet,” but with a center and more flowing structure, while the title of “You Still Fascinate Me” might be referring to the reworked but familiar motive of the three previous tunes that appears once again.
Sauter is a very fine composer who has a lot to say with an ever growing musical and emotional palette.
All About Jazz/ US, 19.08.07


Tatsache ist, dass Sauter neue Lust auf Jazz in der unmittelbaren ehrlichen Form
der akustischen Quartettbesetzung bekundet. Doch auch hierbei kommt die
bereits unverkennbare Klangsprache des Impressionisten Tomas Sauter zum
Klingen, der lieber mit wenigen, aber klaren Linien dichte Stimmungen erzeugt,
als opulent auf den Putz zu hauen.
Züritip


 
Eine junge Formation, welche die Interaktion ins Zentrum ihrer spannenden Aktivitäten
stellt und den gemeinsamen Bandsound gekonnt zelebriert.
Bird’s Eye Jazz Club


Gitarristen sind oft selbstverliebte Gesellen; je flinker ihre Fingerchen, desto
grösser wähnen sie die Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil wird. Nicht von diesem
Schlag ist der Berner Tomas Sauter, dessen ohrenscheinlichste Qualität im konsequenten
Auslassen gängiger Floskeln liegt.
Der Bund


Hervorstechendes Merkmal des Quartetts ist seine wirklich beeindruckende Eingespieltheit,
das ihm ein sowohl reichhaltiges wie auch sehr intensives Interplay
unter den einzelnen Instrumenten ermöglicht. Technisch überaus abgeklärt und
voll in seiner Musik aufgehend, gab Sauter jeweils thematisch den Lead an.
Bieler Tagblatt


Sauter gehört zu einer jungen Garde von bestens geschulten Schweizer Jazzmusikern,
die ihren eigenen Stil suchen und finden.
Neue Mittellandzeitung